Feng Shui – Wissenschaft oder Aberglaube?

Viele asiatischen Künste und Praktiken, die im Westen einst eher belächelt wurden, sind mittlerweile fest in der Kultur verankert. Manche gesetzlichen Krankenkassen übernehmen mittlerweile sogar die Kosten für Akupunktur, wenn Patienten an chronischen Schmerzen leiden. Feng Shui ist eine Philosophie, die inzwischen sehr viele Europäer überzeugt hat.

Aber Fakt ist, dass es noch keine wissenschaftlichen Belege für die Behauptungen der Tradition gibt. Ist deswegen gleich alles Quatsch?

Madonna, Bill Clinton und George Bush sind trotzdem der Meinung, dass hier gesundheitliche Vorteile zu holen sind. Haben sie Recht?

In der Feng Shui Denkweise ist die Wohnung eine Erweiterung des Körpers. Insofern werden Störquellen wie Krempel sehr ernst genommen. Sie gefährden das Gleichgewicht. Andere problematische Stellen sind Elektrosmog und schädliche Gedanken. Man enfernt “Energie-Blockaden” und stellt Harmonie mit natürlichen Materialien, Lichtern und Pflanzen her.

Farbe ist ein Teil der Feng Shui-Lehre, die, im Gegensatz zu den anderen Elementen, wissenschaftlich begründet werden kann. Auch in dieser Hinsicht wird ein Gleichgewicht angestrebt. Dieses hat nachweislich eine Auswirkung auf unser Gehirn, denn Farbe ist im physikalischen Sinne nichts anderes als Energie. Und diese Energie lässt sich in unseren Emotionen spüren.

Zu diesen Schlussfolgerungen kam Neurowissenschaftler, Bevil Conway, an der Harvard Medical School als er den Einfluss von Farbe auf Affen erforschte. Er stellte fest, dass es Bereiche im Gehirn gibt, die bestimmte Farben intensiver empfinden als andere: Rot, grün und blau werden generell intensiver wahrgenommen. Diese Erkenntnis könnte der Schlüssel zum Verständnis vom Zusammenspiel zwischen Farben und Emotionen sein. Zumindest, was Feng Shui betrifft, kann man nachvollziehen, warum eine farbliche Harmonie emotionale Folgen haben kann. Ebenso empfiehlt Feng Shui natürliches Tageslicht für erhöhte Produktivität. Sämtliche Studien konnten bestätigen, dass Sonnenlicht und Pflanzen Stress unter Mitarbeitern reduziert.

Die wissenschaftlichen Belege sind noch etwas dünn, was die Glaubwürdigkeit von Feng Shui betrifft. Das heißt allerdings noch längst nicht, dass alles nur Hokuspokus ist. Und außerdem musst Du ja nicht an alle kulturellen und spirituellen Elemente glauben, um die praktischen Vorteile zu genießen. Aber vielleicht holst Du Dir erst einmal ein paar Tipps bei einem Feng Shui Berater und beobachtest was passiert.

 

Feng Shui für den Schreibtisch

Ein ständig überfüllter Schreibtisch ist wirklich schlechtes Feng Shui. Natürlich hängt alles von Ihrer Definition von Unordnung ab! Wenn Du intensiv an einem Projekt arbeitest, das bald fällig ist, ist es sicherlich in Ordnung, wenn Dein Schreibtisch eine Weile mal etwas überfüllt aussieht.

Sobald Dein Projekt abgeschlossen ist, solltest Du aber Deinen Schreibtisch wieder aufräumen. Alte, unnötige Gegenstände in Deinem Büro zu haben, ist schlechtes Feng Shui.

Am besten reinigst Du Deinen Schreibtisch am Ende Deines Arbeitstages. Das ist dann nicht nur gutes Feng Shui, sondern auch gesunder Menschenverstand. Viel Spass!

fünf Gründe um seinen schreibtisch aufzuräumen
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