Nackenschmerzen bei Hashimoto

Warum Du oft Nackenschmerzen oder Nackenverspannungen bei Hashimoto hast

Die Ärzte sind sich nie ganz sicher, ob das Immunsystem oder die Schilddrüsenunterfunktion die Ursache ist. 
Die beiden Schilddrüsenhormone T3 und T4 haben jedenfalls auch Einfluss auf unsere Muskeln. Sie haben Einfluss auf das Wachstum und die Zusammensetzung der Muskelfasern. Der Anteil der oxidativen Typ1 -Muskelfasern nimmt unter T3 ab und der glykolytische Typ2 -Muskelfasern nimmt zu. 

Bei der Schilddrüsenunterfunktion kommt es zu einem Eiweißabbau der Muskelzellen. Die Fasern können sich nicht mehr in einem normalen Rhythmus an- und entspannen, es kommt zu Muskelverspannungen.  

Auf der anderen Seite hat man bei Autoimmunkrankheiten, so auch bei Hashimoto Erkrankten, festgestellt, dass bestimmte Antikörper speziell Muskelfaserzellen angreifen. Dadurch können sich schmerzhafte Muskelverhärtungen  bilden, die sich auch durch einen medikamentösen Hormonausgleich nicht zurückbilden. Die im Alltag stark beanspruchte Nackenmuskulatur scheint mit ihrer Nähe zur Schilddrüse dann besonders betroffen.

Bei einer Atlaswirbelverschiebung hast Du ähnliche Symptome Spannungskopfschmerz, Kopfdruck, Einschränkungen den Kopf zu drehen, Probleme mit den Bandscheiben, evtl. auch Herzrasen, oder Herzrhythmusstörungen, Benommenheit, schlechten Schlaf.

Was Stress mit Nackenschmerzen und Hashimoto zu tun hat

Nackenschmerzen resultieren oft aus zu viel physischem Stress. Deine Muskulatur verspannt sich.
Und was noch hinzu kommt, unter Stress steigt auch der Cortisolspiegel in Deinem Blut.

Wenn Du Deine seelischen Probleme nicht löst, werden die Probleme psychosomatisch.
Durch die Verspannung kann auch ein eventueller Tinnitus dazu kommen. Regelmäßige Entspannungseinheiten helfen Dir dabei nicht in Dauerstress zu fallen. Nimm Dir zwischendurch immer mal wieder eine Auszeit.

Nackenschmerzen bei Hashimoto durch verklebte Faszien

Das Bindegewebe, das Deine Muskeln umhüllt nennt man Faszien. “Faszie” ist latein und bedeutet Band oder Bündel. Sie besteht aus einer dünnen Schicht aus lockerem Bindegewebe.
Überall in Deinem Körper befinden sie sich. Sie sind sehr empfindlich, sie können ihre geflechtartige Struktur verlieren und können leider auch sehr schnell verkleben.
Neben Bewegungsmangel sind auch Flüssigkeitsmangel, Stress, Fehl- oder Überlastung mögliche Ursachen. Die Faszien senden bei Stress bestimmte Signale an die Muskulatur, die zur Ausschüttung von Entzündungsstoffen führt. Dadurch entstehen Symptome wie Schmerz und eingeschränkte Beweglichkeit im betroffenen Bereich.

Verklebte Faszien verursachen dann leider oft Schmerzen. Mit Faszienyoga oder anderen speziellen Faszienübungen kannst Du diese Verklebungen oder Verdickungen wieder auflösen. Meist liegt es an Bewegungsmangel, denn dann werden nicht genug Nährstoffe durch die Lymphbahnen an die Faszien geliefert.

Der Transport erfolgt passiv über die Muskelpumpe benachbarter Muskeln, welche über deren Anspannung aktiviert wird.

Sind Deine Faszien verklebt, verlieren sie ihre Zugkraft und ihre Flexibilität und schränken somit Deine Bewegungsfähigkeit ein. Dadurch  entstehen bei Dir Verspannungen und Schmerzen in der betroffenen Region. Zudem können Faszien infolge des Verklebens auch verdicken und dadurch benachbarte Nerven einklemmen.

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Was Du gegen lästige Nackenschmerzen durch Hashimoto tun kannst

Schmerzen durch Nackenverspannungen können sich durch die Hormongabe bessern. Müssen es aber nicht, wenn sie, wie beschrieben, vorrangig vom Immunsystem ausgelöst werden. In diesem Fall gilt es, der Nackenmuskulatur im Alltag besondere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen:

  • Temperatur
  • Positionierung
  • Bewegung

Was Dir auf jeden Fall zur Schmerzlinderung und Entspannung der Muskeln hilft sind  also Wärmeanwendungen,  durch ein Wärmekissen oder Rotlicht, durchblutungsfördernde Massagen und Packungen.
Die Positionierung Deines Kopfes, besonders wenn Du liegst durch angepasste Kissen oder spezielle Nackenstützen, ist wichtig.

Bei langer sitzender Tätigkeit am Schreibtisch, solltest Du auf ergonomische Arbeitsstühle und -tische achten.

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Mach auf jeden Fall zum Ausgleich gezielte Bewegungsübungen für Deine Schulter- und Nackenpartie.

Du findest zum Beispiel über youtube ganz tolle Anleitungen.

Mein Lieblingsvideo zur Auflockerung von Verspannungen im Schulter und Nackenbereich ist dieses hier von Happy and fit Yoga.

Du kannst die Übungen alle sitzend ausführen, es dauert ca. 15 Minuten und oft sind die Schmerzen dann danach komplett weg.

Probiere es mal aus. Mir hilft es immer, wenn ich zulange am Schreibtisch gesessen habe…

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